Der baskische Journalist Martxelo Otamendi erhebt Foltervorwürfe gegen die spanische Polizei
Spaniens Nationaler Gerichtshof hat in der vergangenen Woche die Leitung der baskischen Zeitung Egunkaria von dem Vorwurf freigesprochen, die Untergrundorganisation ETA unterstützt zu haben. Die Anfang 2003 gefällte Entscheidung, diese weltweit einzige auf Baskisch erscheinende Tageszeitung zu schließen, sei Produkt der “engstirnigen und irrigen” Vorstellung gewesen, “dass alles, was mit der baskischen Sprache und Kultur zu tun hat, zwangsläufig unter der Kontrolle von ETA stehen müsse”, urteilten die Richter. Martxelo Otamendi war damals Chefredakteur von Egunkaria.
Herr Otamendi, zuallererst: Herzlichen Glückwunsch zu diesem Urteil.
Vielen Dank.
Erklären Sie bitte noch einmal, wessen Sie eigentlich angeklagt waren.
Zuerst wurde uns vorgeworfen, die bewaffnete Organisation ETA habe Egunkaria finanziert und die Leitung des Blattes mit ihren Vertrauenspersonen besetzt. Dafür gab es allerdings nie irgendeinen Beweis. Und als es nach sieben Jahren endlich zum Prozess kam, war davon auch keine Rede mehr.
Sondern?
Als der Untersuchungsrichter Juan del Olmo nicht nachweisen konnte, dass ETA uns finanzierte, begann er zu untersuchen, ob vielleicht das …