Laut Presseberichten wurden am Samstag in Frankreich zwei ETA-Mitglieder nach einem Schusswechsel mit der französischen Polizei verhaftet. Einer der Polizisten wurde verletzt, jedoch nicht lebensgefährlich. Der Vorfall wiegt schwer, weil ETA seit Januar 2011 einen permanenten und unbefristeten Waffenstillstand hält und auch bereit ist, diesen international überwachen zu lassen.
Es gibt jedoch keine Hinweise, dass ETA ihren Waffenstillstand beenden will.
Für die Konfliktparteien des spanisch-baskischen Konflikts sollte dieser Zwischenfall Anlass sein, ihre Anstrengungen für eine friedliche Konfliktlösung zu verstärken, damit ein Klima entsteht, in dem ein solcher Prozess nicht mehr umkehrbar ist.
Insbesondere die spanische Regierung, die auf die bisherigen Friedensbemühungen mit verstärkter Gewalt reagierte, muss ihr Verhalten dringend ändern. Massenverhaftungen, Folterpraktiken und ihre hektischen Bemühungen, demokratische Parteien der baskischen linken Unabhängigkeitsbewegung durch Verbote aus dem politischen Leben auszugrenzen, sind nicht nur aus demokratischer Sicht inakzeptabel, sondern blockieren eine friedliche Lösung des Konflikts.
Die spanische Polizei hat nach der Verhaftung zweier mutmaßlicher ETA-Mitglieder, auf einem Bauernhof in Legorreta ein riesiges Sprengstofflager ausgehoben. Bei der Operation am Dienstagmorgen, stellten die Ermittler in dem Gehöft fast eine Tonne Sprengstoff sicher. Dies sei eines der größten ETA-Arsenale gewesen, das die Sicherheitskräfte jemals in Spanien entdeckt hätten.
Der bekannte baskische HipHop/Ska Musiker Fermin Mugurza hat eine Doku-Filmreihe über Musik in arabischen Ländern gedreht. Fermin war unter anderem in baskischen Crossover Bands wie Kortatu und Negu Gorriak beteiligt und gründete später ein eigenes Label. Seine Band-Projekte sind mit die ersten, die Rockmusik, Ska und HipHop in baskischer Sprache im Baskenland populär machten.
In einem Interview “über HipHop und Revolution” im Feuilleton der Berliner Zeitung mit dem Titel “Den Leuten reicht es, nicht nur den Nordafrikanern“ nimmt er Stellung zu Einschätzungen über Proteste in arabischen Ländern und weltweit, sowie in Europa.
In einem Brief, der gestern in der baskischen Tageszeitung Gara veröffentlicht wurde, teilte die Organisation mit, dass sie auf die Eintreibung der Revolutionssteuer verzichten werde. Die Revolutionssteuer musste von baskischen Unternehmen zur Finanzierung des bewaffneten Kampfes gezahlt werden und war bislang die Haupteinnahmequelle der ETA. Wie die Arbeitgeberorganisation Confebask mitteilte, haben ihre Mitglieder bereits seit Oktober keine Geldforderungen mehr erhalten.






