Frieden durch Verhandlungen

10.03.2010 | Ingo Niebel (Junge Welt vom 9.3.2010)

Botschaft des inhaftierten Batasuna-Spechers Otegi an Sinn-Féin-Kongreß in Dublin

Die irische Sinn Féin unterstützt weiterhin die Friedensinitiative der verbotenen baskischen Linkspartei Batasuna (Einheit). Am letzten Tag ihrer Bundesversammlung, der Ard Fheis, in Dublin wurde am Samstag ein Brief des inhaftierten Batasuna-Sprechers Arnaldo Otegi verlesen. Darin setzt sich der Politiker erneut für eine Verhandlungslösung des politischen Konflikts zwischen dem Baskenland, Madrid und Paris ein.

Für den Batasuna-Sprecher steht fest: »Es gibt keine Alternative zum demokratischen Prozeß als Lösung des Konflikts«. Dieser Prozeß bedingt, nach Ansicht von Batasuna, ihre Wiederzulassung als Partei. Madrid verlangt aber, daß sie die Untergrundorganisation Euskadi Ta Askatasuna (ETA, Baskenland und Freiheit) verurteilt und deren Ende herbeiführt. In seiner Botschaft unterstrich Otegi erneut den Willen der baskischen Linken, einen demokratischen Prozeß unter Ausschluß jeglicher Gewalt mit politischen Mittel zu initiieren, der zu einem politischen und sozialen Wechsel im Baskenland führen soll. Ohne es ausdrücklich hervorzuheben, bedeutet das auch eine Ablehnung … weiterlesen »

Mandela gut, Otegi böse

05.03.2010 | Ingo Niebel (Junge Welt vom 4.3.2010)

Spanisches Gericht verurteilt baskischen Linkspolitiker und fälscht die südafrikanische Geschichte

Arnaldo Otegi, der Sprecher der verbotenen baskischen Linkspartei Batasuna (Einheit), wurde am Dienstag wegen »Verherrlichung des Terrorismus« zur Höchststrafe von zwei Jahren Haft und dem Verlust aller bürgerlichen Ehrenrechte für weitere 16 Jahren verurteilt. Vier weitere Angeklagte erhielten Freisprüche. Das Urteil fällte die Audiencia Nacional, das spanische Sondergericht für Terror- und Drogendelikte. Die Urteilsbegründung weist vergleichbare Fehler auf wie auch das Verfahren an sich.

Während einer Veranstaltung zu Ehren des baskischen politischen Gefangenen José María Sagarduy, »Gatza«, verglich der Linkspolitiker 2005 die Situation des Mitglieds der Untergrundorganisation Euskadi Ta Askatuna (ETA, Baskenland und Freiheit) mit der des südafrikanischen Freiheitskämpfers und Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela. Der Südafrikaner saß 27 Jahre hinter Gittern, bei dem Basken sind es mittlerweile drei Jahrzehnte. Otegi zeigte sich damals zuversichtlich, daß Sagarduy wie Mandela in Folge eines »politischen Prozesses« freikäme. »Diesen verdanken wir den politischen Gefangenen, Flüchtlingen … weiterlesen »

Baskische Zivilgesellschaft formiert sich

03.03.2010 | Ralf Streck

Lange wurde gerätselt, wie sich die baskische Linke nach den neuen Vorschlägen zu einer friedlichen Konfliktlösung aufstellt. Die Basis der verbotenen Partei Batasuna (Einheit) hatte die Vorschläge von Alsasua debattiert und abgesegnet. Die Partei machte damit kürzlich einen weit reichenden Schritt. Unilateral verpflichtete sie sich, auf jede Art der Gewalt zu verzichten. Das Ziel eines unabhängigen, sozialistischen Baskenlandes soll mit ausschließlich friedlichen, demokratischen Mitteln verfolgt werden. Die gesamte Unabhängigkeitsbewegung müsse die Bedingungen schaffen, dass sich die Initiativen der Zivilgesellschaft entfalten könnten, wurde deutlich an die ETA appelliert. Deren angebliche erneute “Enthauptung” darf getrost als neue Nebelkerze aus Madrid bewertet werden.

Independentistak – Netzwerk einer breiten und pluralistischen Unabhängigkeitsbewegung

Genau diese Zivilgesellschaft formiert sich nun im Baskenland. In spanischen Medien wurde lang und breit über eine gemeinsame Wahlplattform baskische linker pro-Unabhängigkeitsparteien spekuliert. Die Tatsache, dass die sozialdemokratische Baskische Solidaritätspartei (EA) kürzlich den neuen Batasuna-Vorstoß zur friedlichen Beilegung … weiterlesen »

Selbsterfüllende Prophezeiung

02.03.2010 | Ingo Niebel

Madrid verkündet Festnahme der ETA-Spitze und widerspricht sich

Zum fünften Mal in zwei Jahren will die spanische und französische Polizei die Spitze der Untergrundorganisation Euskadi Ta Askatasuna (ETA, Baskenland und Freiheit) festgenommen haben. Am Sonntagmorgen stürmten französische Elitepolizisten ein Landhaus im Küstendorf Cahan in der Normandie. Drei Personen wurden festgenommen. Madrid hängte die Polizeioperation ziemlich hoch, um andere wichtige politische Ereignisse in den Hintergrund treten zu lassen. Keine 24 Stunden später wurden die ersten Widersprüche sichtbar.

Der spanische Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba berichtete, daß seiner Guardia Civil in Kooperation mit dem französischen Inlandsgeheimdienst DCRI die Festnahme des “Militärchefs” der ETA gelungen sei. Diese Rolle schreibt Madrid dem 45jährigen Ibon Gojeaskoetxea zu – und widerspricht sich dabei. Erst vor einer Woche meldete die regierungsnahe Tagsezeitung El País, daß ein Baske namens Mikel Carrera diese Position innehabe. Im Sommer 2009 ließen Polizeikreise durchsickern, daß sie Gojeaskoetxea und seinen Bruder Eneko zur Führungsspitze der ETA zählen. Seitdem … weiterlesen »

Europaparlamentarier fordern von spanischer Regierung Engagement für demokratischen Prozess im Baskenland

25.02.2010 | Uschi Grandel (nach GARA, 25.2.2010)


Die Parlamentariergruppe des Europaparlaments, die sich für einen Friedensprozess im Baskenland einsetzt, sieht in der Initiative der abertzalen Linken einen Schritt, der ein “positives Szenario” ermöglicht, das zu einem Friedensprozess führen muss. Die Mitglieder des Europaparlaments fordern von allen am Konflikt Beteiligten, dass sie nun Verantwortungsbewußtsein zeigen. Sie forderten die spanische Regierung, die derzeit die EU-Präsidentschaft innehat, auf, sich für einen demokratischen Prozess im Baskenland zu engagieren, und plädieren für die Einbeziehung europäischer Institutionen.

In dem im Jahr 2006 gegründeten Freundeskreis, der Konfliktlösung in Euskal Herria – dem Baskenland – unterstützt, engagieren sich ParlamentarierInnen des Europaparlaments verschiedener Fraktionen: Tatjana Zdanoka, Frieda Brepoels, Bart Staes, Oriol Junqueras, François Alfonsi, Jill Evans, Ian Hudghton und Alyn Smith von Die Grünen – Europäische Freie Allianz; Bairbre de Brún, Eva-Britt Svensson und Jirí Mastálka von der Europäischen Linksfraktion weiterlesen »

Fehlende Beweise - Prozess gegen baskische Journalisten vor dem Ende

23.02.2010 | Ralf Streck (verdi.de, «M» vom 1.2.2010)

Schon beim Eintritt in den Gerichtssaal wird klar, dass im Nationalen Gerichtshof Spaniens kaum jemand wirklich die Vorwürfe glaubt, die dort fünf baskischen Journalisten gemacht werden. Es soll sich bei den Ex-Führungsmitgliedern von Euskaldunon Egunkaria (Baskische Tageszeitung) um Mitglieder der Untergrundorganisation ETA handeln. Doch weder trennt, wo sonst üblich, schusssicheres Glas die Prozesszuschauer ab, noch sitzen die Angeklagten im Panzerglaskasten. Das zeigt, dass hier nicht über gefährliche Mitglieder einer „terroristischen Bande“ verhandelt wird, wie man das in Spanien nennt, obwohl sich das in den geforderten Haftstrafen von 12 bis 15 Jahren ausdrückt.
Als das Sondergericht 2003 die einzige Tageszeitung in baskischer Sprache „vorläufig“ schließen und die Journalisten verhaften ließ, behauptete der Ermittlungsrichter Juan del Olmo, sie „wurde von der ETA gegründet, wird von ihr finanziert und geleitet“. Drei Jahre nachdem die Redaktion im Februar 2003 von der paramilitärischen Guardia Civil gestürmt und … weiterlesen »

Vorbild Nordirland

20.02.2010 | Ingo Niebel (Junge Welt, 18.2.2010)

Baskische Linke beendet Strategiediskussion mit klaren Signalen für Verhandlungslösung

Nach knapp fünf Monaten hat die baskische Linke um die verbotene Batasuna-Partei ihre interne Strategiedebatte beendet und am Montag nachmittag ihre Resultate vorgestellt. Das Abschlußdokument trägt den Titel »Zutik, Euskal Herria« (Steh auf, Baskenland). Es setzt einzig und allein auf zivile Mittel, um den politischen Wechsel und somit eine friedliche Lösung des gewaltsamen Konflikts mit Madrid und Paris herbeizuführen. Eine explizite Verurteilung oder Distanzierung von der Untergrundorganisation Euskadi Ta Askatasuna (ETA, Baskenland und Freiheit) fehlt.

Die baskische Linke faßt das Ergebnis ihrer Strategiedebatte in vier Punkten zusammen. Zunächst sieht sie das Baskenland auf dem Weg zum politischen Wechsel, der mittels eines »demokratischen Prozesses« erreicht werden soll. In dieser Phase müssen die demokratischen Grundbedingungen geschaffen werden, die es ermöglichen, daß alle politischen Projekte im offenen Diskurs verteidigt und umgesetzt werden können. Das bedingt einerseits die Legalisierung der Linken, andererseits aber auch Veränderungen auf ihrer Seite.

Des weiteren unterstreicht … weiterlesen »

Batasuna setzt auf den politischen Kampf

20.02.2010 | Ralf Streck, San Sebastian (Neues Deutschland, 18.02.2010)

Debatte um künftige Strategie der baskischen Partei abgeschlossen

Monatelang hat die Basis der in Spanien verbotenen baskischen Partei Batasuna (Einheit) debattiert, um die Politik der baskischen Linken neu zu bestimmen. Nach den Debatten in vielen Dörfern, Kleinstädten und Stadteilen verabschiedeten nun 600 Vertreter auf vier Regionalversammlungen das Dokument »Zutik Euskal Herria«, was »Aufrechtes Baskenland« oder »Baskenland in Bewegung« bedeutet.

Die baskische Partei Batasuna (Einheit) beschreitet neue Wege. Das hat der Abschluss des selbstkritischen Diskussionsprozesses der Parteibasis deutlich gemacht. Das Ziel ist, »einen demokratischen Rahmen zu schaffen, im dem alle politischen Projekte, eingeschlossen das Projekt der Unabhängigkeitsbewegung, verwirklicht werden können«. Doch für die Schaffung eines unabhängigen, vereinten und sozialistischen Baskenlands wird »exklusiv auf den Einsatz von politischen und demokratischen Mitteln« gesetzt.

Das ist keine taktische Ablehnung der Gewalt der ETA, sondern eine strategische Neubestimmung. Der bewaffnete Kampf der Untergrundorganisation wird aus einer kritischen Analyse der Entwicklung der vergangenen … weiterlesen »

News

"Frieden am Horizont ..." 04.03.2010

… die abertzale Linke bringt Bewegung in den Konflikt zwischen Spanien und dem Baskenland.

Das Münchner Radio Lora diskutiert mit Uschi Grandel die Initiative der baskischen linken Unabhängigkeitsbewegung (19.2.2010, 14 min):


Download auch unter freie-radios.net (Interview ohne Anmoderation)

Iñaki de Juana soll ausgeliefert werden 03.03.2010

Ein Belfaster Gericht hat in erster Instanz dem Antrag Spaniens zur Auslieferung von Iñaki de Juana wegen “Verherrlichung des Terrorismus” zugestimmt. De Juana war 1987 zu einer Haftstrafe von 18 Jahren verurteilt worden. Wegen dreier Briefe, die in GARA veröffentlicht wurden, wurde er zu weiteren 12 Jahren Gefängnis verurteilt. Nach seinem Hungerstreik 2006, bei dem er in einem Madrider Krankenhaus zwangsernährt wurde, wurde seine Zusatzstrafe auf 3 Jahre reduziert. Im August 2008 wurde er nach 21 Jahren aus der Haft entlassen. Bei seiner “Entlassungsfeier” in der Altstadt von Donostia (bei der Iñaki de Juana nicht anwesend war), wurde ein Brief vorgelesen, der angeblich von ihm sein sollte. Da der Brief mit dem baskischen Ausdruck “Aurerra Bolie” (“den Ball vorwärts spielen” oder auch “Vorwärts mit dem Kampf”) endete, ist Iñaki de Juana wegen “Verherrlichung des Terrorismus” angeklagt. Für einen Prozess fehlen der spanischen Justiz praktisch alle Beweise. Denn weder der Brief noch die Person, die den Brief vorgelesen hatte, konnte bislang ausfindig gemacht werden. Das hindert sie jedoch nicht, die Auslieferung von Iñaki de Juana, den die spanischen Mainstreammedien mit besonderem Hass verfolgen, mit Vehemenz zu betreiben.

Erneut ETA-Chef verhaftet 28.02.2010

Am Sonntagmorgen ist erneut der Chef der ETA in Frankreich festgenommen worden. Wie das spanische Innenministerium mitteilte, wurde Ibon Gogeaskoetxea mit zwei weiteren Personen in einem Landhaus in der Normandie festgenommen. Gogeaskoetxea wäre somit der fünfte ETA-Chef, der innerhalb der letzten 18 Monate festgenommen wurde. Nach spanischen Angaben war zuletzt im Oktober vergangenen Jahres ein ETA-Chef gefasst worden.

Verhaftungen angeblich hochrangiger ETA-Mitglieder oder Entdeckung angeblicher Attentatspläne folgen derzeit immer kurz auf Aktionen im Rahmen der politischen Friendensinitiative der baskischen linken Unabhängigkeitsbewegung. Die abertzale Linke hatte erklärt, unilateral auf jede Art der Gewalt zu verzichten und das Ziel eines unabhängigen, sozialistischen Baskenlandes mit ausschliesslich friedlichen, demokratischen Mitteln zu verfolgen. Im Januar hatte ETA erklärt, die Strategie der abertzale Linken “als die ihre” zu akzeptieren. ETA hat seit August 2009 keine Anschläge mehr verübt. Der spanische Staat verstärkt indessen fast panikartig seine repressiven Maßnahmen und hat Gewaltverzicht und Rückkehr zu rein demokratischen Mitteln bisher noch nicht akzeptiert.

Siehe auch unseren Schwerpunkt: Konfliktlösung >>

Gericht in Belfast lehnt spanischen Auslieferungsantrag gegen Arturo Villanueva ab 25.02.2010

“Inakzeptabel unkonkret und allgemein” sei der spanische Auslieferungsantrag gegen den Basken Arturo Villanueva wegen angeblicher Mitgliedschaft in der baskischen Jugendorganisation Jarrai, befand das Belfaster Gericht und lehnte den Antrag zum zweiten Mal ab. Hintergründe >>

Sprengstofflager endeckt 25.02.2010

Die Guardia Civil und die französische Polizei haben am Mittwoch mehrere Sprengstofflager ausgehoben.
Nach der Verhaftung von Ibai Beobide am 13. Februar hat die Guardia Civil zwei Sprengstofflager bei Hernani und drei beim Berg Gorbea in Vizcaya ausgehoben. Ibai Beobide soll nach Angaben der Behörden zur Kommandoebene der ETA gehört haben.
Gleichzeitig hat die französische Polizei im Departement Allier ein Sprengstofflager und eine Wohnung zum Bau von Bomben entdeckt.

Pfiffe für den König 24.02.2010

Beim spanischen Pokalfinale im Basketball zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid in der Sportarena von Baracaldo nahe Bilbao, haben tausende Menschen das Königspaar ausgebuht. Die spanische Nationalhymne ging in einem Pfeiffkonzert unter und musste nach 35 Sekunden ganz ausgeblendet werden. Als Sieger der Partie am Sonntagabend ging der FC Barcelona vom Platz.

Verhaftungen in Getxo und Bilbao 23.02.2010

Die spanische Nationalpolizei hat heute morgen in Getxo und Bilbao zwei Personen wegen mutmaßlicher Mitgliedschaft in der ETA festgenommen. Mehrere Wohnungen wurden dabei durchsucht.
Die Verhaftungen stehen im Zusammenhang mit den Festnahmen von zwei Jugendlichen vergangene Woche in Katalonien. Die beiden haben mittlerweile angezeigt während der Incommunicado – Haft gefoltert worden zu sein.

Folter und zwei weitere Verhaftungen 20.02.2010

Alle vier am vergangenen Montag durch die Guardia Civil festgenommenen Personen haben angezeigt während der Incommunicado-Haft gefoltert worden zu sein. Einer von ihnen wurde gestern in ein Madrider Krankenhaus eingeliefert. Bereits am vergangenen Samstag musste eine Person nur wenige Stunden nach der Verhaftung ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Unterdessen gab es gestern Abend eine weitere Verhaftung in Algorta und heute in Oiartzun.

Weiter Verhaftungen in Katalonien 18.02.2010

Bei einer “Routinekontrolle” in der Nähe von Gerona wurden gestern erneut zwei Basken verhaftet. Bei ihnen soll es sich um zwei gesuchte Eta-Mitglieder handeln. Die beiden wurden nach Madrid überstellt und befinden sich in Incommunicado-Haft. Zur Zeit befinden sich acht Basken in Incommunicado-Haft.

Verhaftung in Katalonien 17.02.2010

Die spanische Nationalpolizei hat gestern in einem Zug bei Portbou ein mutmaßliches Eta-Mitglied verhaftet. Der Verhaftete soll nach Angaben der Behörden gefälschte Dokumente und eine Pistole bei sich getragen haben. Er wurde mittlerweile nach Madrid überführt und befindet sich in Incommunicado-Haft.

Vier weitere Verhaftungen 15.02.2010

Im Zusammenhang mit der Verhaftung am Samstag bei Villabona, wurden heute in Hernani, Segura und Deusto vier weitere Personen verhaftet. Alle Verhafteten befinden sich in Incommunicado-Haft.

amnesty international betont, dass die Incommunicado-Haft „Folter und Misshandlungen ohne Konsequenzen“ ermöglicht ( s. unsere Zusammenfassung zum ai-Bericht vom September 2009: Aus dem Dunkeln ans Licht )

Verhaftung an Strassensperre 13.02.2010

Bei einer Straßensperre der Guardia Civil zischen Asteasu und Villabona wurde ein Radfahrer verhaftet. Er soll falsche Dokumente und eine Pistole bei sich gehabt haben.
Nachtrag: Nur wenige Stunden später wurde der Verhaftete mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus von Donostia-San Sebastian eingeliefert.

Portugiesische Polizei hebt Versteck aus 06.02.2010

Die portugiesische Polizei hat am Freitag ein Versteck der Eta nördlich von Lissabon gefunden. In dem Haus in der Ortschaft Óbidos hätten die Beamten 500 Kilogramm Sprengstoff, ein Dutzend Haftbomben, Zünder und gefälschte Autokennzeichen sichergestellt.

Folter und weitere Verhaftungen in Ondarroa 04.02.2010

Am Mittwoch sind zwei weitere Personen in Ondarroa wegen mutmaßlicher Mitgliedschaft in der ETA verhaftet worden. Somit wurden insgesamt neun Personen verhaftet. Alle sieben Festgenommen der vergangenen Woche haben angezeigt während der Incommunicado-Haft gefoltert worden zu sein. Drei von ihnen mussten mit Verletzungen, wie Knochenbrüchen, ins Krankenhaus eingeliefert werden.

4600 Euro Strafe für schreiben auf Baskisch 01.02.2010

Weil er das Datum in seinen Fahrtenschreiber auf Baskisch eingetragen hatte, wurde ein LKW-Fahrer von der Guardia Civil mit einer Strafe von 4601 Euro belegt. Obwohl alle Einträge ordnungsgemäß waren, wurde der Eintrag des Datums auf Baskisch als Fälschung der Daten interpretiert. Die Reihenfolge des Datums auf Baskisch ist verschieden gegenüber der spanischen Schreibweise.

Video aktuell



25.02.10 Fünf Sprengstofflager hat die Guardia Civil bei Hernani und dem Berg Gorbea ausgehoben.

Foto aktuell

11.02.10 Im Rahmen der Woche der internationalen Solidarität mit dem Baskenland versammelten sich am Donnerstag ca. 50 Menschen vor der spanischen Botschaft in Berlin. In 18 europäischen und lateinamerikanischen Ländern finden bis Sonntag noch Veranstaltungen unter dem Motto „Freiheit für das Baskenland – für den Sozialismus“ statt.

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