Woche der internationalen Solidarität mit dem Baskenland vom 6.-13. Februar 2010

21.10.2009 | Euskal Herriaren Lagunak - Freundinnen und Freunde des Baskenlands

Berlin, Düsseldorf, Gießen, Braunschweig, Hamburg, Hannover, Magdeburg, Nürnberg und Stuttgart
Bern, Lugano, Biel, Luzern und Zürich


„PANIK vor demokratischen Verhältnissen im Baskenland“ habe die spanische Regierung, erklärt Tasio Erkizia, ein Veteran der linken baskischen Unabhängigkeitsbewegung, in einem Interview zu Beginn des neuen Jahres. Denn auf die neue Initiative zur friedlichen und demokratischen Lösung des spanisch-französisch-baskischen Konflikts, die die abertzale Linke im November 2009 vorgestellt hatte, antwortet die spanische Regierung mit Massenverhaftungen … weiterlesen (mit Möglichkeit zum Download des Plakats und des Flyers) >>

Unter dem Motto „Freiheit für das Baskenland – für den Sozialismus“ ruft die baskische Organisation Askapena auch dieses Jahr wieder zur Woche der internationalen Solidarität mit dem Baskenland auf. In vielen europäischen und lateinamerikanischen Ländern organisieren Freundeskreise „Euskal Herriaren Lagunak“ Gegenöffentlichkeit und Solidarität.

Auch wir beteiligen uns mit Veranstaltungen in Deutschland und in der Schweiz. Details zu den Veranstaltungen sind in Kürze auf unsere Seite Termine zu finden und werden dort regelmässig aktualisiert.

Wenn Ihr Interesse habt dort, wo bereits Veranstaltungen geplant sind, mitzuhelfen oder die Solidaritätswoche in weiteren Städten zu unterstützen, dann gebt uns bitte per Email oder über unser Kontaktformular Bescheid: Kontakt

50000 Euro für fragwürdige Freiheit

05.02.2010 | Ingo Niebel (Junge Welt vom 5.2.2010)

Baskischer Linkspolitiker kommt gegen Kaution aus der Untersuchungshaft frei

Fünfzigtausend Euro Kaution mußte der bekannte baskische Linkspolitiker Pernando Barrena hinterlegen, um aus einer zweijährigen Untersuchungshaft entlassen zu werden. Die Staatsanwaltschaft hatte im Januar sogar die Verlängerung um weitere zwei Jahre beantragt. Barrena erreichte am frühen Donnerstag morgen seinen Heimatort Berriozar in der baskischen Provinz Nafarroa (Navarra), wo ihm über achtzig Freunde und Nachbarn einen herzlichen Empfang bereiteten.

Barrena gehört zusammen mit dem ebenfalls inhaftierten Arnaldo Otegi der Spitze der seit 2003 verbotenen baskischen Linkspartei Batasuna (Einheit) an. Am 4. Februar 2008 ließ ihn der Ermittlungsrichter Baltasar Garzón von der Audiencia Nacional, dem Sondergericht für Terror- und Drogendelikte, wegen Zugehörigkeit zur Untergrundorganisation Euskadi Ta Askatsuna (ETA, Baskenland und Freiheit) festnehmen. Ein Dutzend weitere Verhaftungen folgten, zuletzt die von Otegi und anderen im Oktober 2009. Seitdem warten die Betroffenen bisher vergeblich auf die Anklageerhebung. Eine Arbeitsgruppe der UNO nannte in … weiterlesen »

Im Hungerstreik vor Gericht

29.01.2010 | Ingo Niebel (Junge Welt vom 28.01.2010)

Arnaldo Otegi und weitere baskische Politiker sind der Verherrlichung des Terrorismus angeklagt

Vier Strafverfahren und kein Ende: Die Anzahl der politischen Prozesse gegen den baskischen Linkspolitiker Arnaldo Otegi sind guinnessrekordverdächtigt. Ihm drohen Verurteilungen zu 15 Jahren Haft. Am Mittwoch stand der Sprecher der seit 2003 verbotenen Partei Batasuna (Einheit) erneut vor der Audiencia Nacional, dem Sondergericht für Terror- und Drogendelikte in Madrid. Otegi, der seit 2009 in Untersuchungshaft sitzt, nimmt zur Zeit am Hungerstreik des 750 Personen zählenden Kollektivs der Baskischen Politischen Gefangenen (EPPK) teil. Er war der einzige Angeklagte, der vor Gericht erschien, da seine Mitbeschuldigten am Dienstag angekündigt hatten, sie würden der Ladung nicht freiwillig Folge leisten. Das Gericht erließ Haftbefehle, um sie polizeilich vorführen zu lassen.

Die Anklage bezichtigt das Quartett der »Verherrlichung des Terrorismus« und fordert eine 18monatige Freiheitsstrafe. Das Delikt sollen die vier 2005 begangen haben, als sie José María Sagarduy, »Gatza«, als den am längsten … weiterlesen »

Basken mißtrauen López

26.01.2010 | Ingo Niebel, Junge Welt vom 26.1.2010

Eine aktive baskische Linke paßt nicht ins Weltbild des Ministerpräsidenten

Im Baskenland hat eine weitere Woche voller politischer Aktionen begonnen: Am Montag kündigte das Kollektiv der Baskischen Politischen Gefangenen (EPPK) ohne weitere Angaben einen Hungerstreik in allen spanischen und französischen Haftanstalten an; am Mittwoch muß sich der inhaftierte Sprecher der verbotenen Linkspartei Batasuna (Einheit), Arnaldo Otegi, wegen »Verherrlichung des Terrorismus« vor Gericht verantworten; am Samstag werden Betroffene eine neue Initiative gegen die Illegalisierung baskischer Parteien und gesellschaftlicher Organisationen in Bilbo (Bilbao) starten.

Das ist jener Teil der baskischen Realität, der so gar nicht ins Bild des sozialdemokratischen Ministerpräsidenten der Autonomen Baskischen Gemeinschaft, Patxi López (PSOE), paßt. Der Berufspolitiker steht, wie er es nennt, einer »Regierung des Wechsels« vor (s. Karikatur aus GARA, Tasio, 22.1.2010). Letzterer hat sich tatsächlich vollzogen, als es López im März 2009 gelang – dank der Unterstützung durch die postfranquistische Volkspartei (PP) – die seit 30 … weiterlesen »

Portugiesisches Solidaritätskomitee fordert: "Keine Auslieferung!"

23.01.2010 | Anna

Das portugiesische Solidaritätskomitee ASEH (Associação de Solidariedade com Euskal Herria, s. Blog ) setzt sich dafür ein, dass die beiden angeblichen ETA-Mitglieder, in der Nacht vom 09.01.2010 in Torre de Moncorvo in Portugal verhaftet wurden, nicht an Spanien ausgeliefert werden. Mehrere Mitglieder der Solidaritätsgruppe versammelten sich bei der Ankunft der Gefangenen in Lissabon vor der “Unidade Nacional Contra-Terrorismo”, der Nationalen Einheit gegen Terrorismus, um die Aufmerksamkeit der Journalisten auf Spaniens Menschenrechtsverletzungen und Folter zu lenken.

ASEH hat nun auch eine Unterschriftenaktion gestartet, in der sie an die portugiesische Regierung und Gerichte appelliert, die Gefangenen nicht an Spanien auszuliefern, um die in Artikel 7 der Verfassung festgelegten Prinzipien einzuhalten:

“Portugal richtet sich in internationalen Beziehungen nach den Prinzipien der nationalen Unabhängigkeit, der Achtung der Menschenrechte, der Völkerrechte, der Gleichheit zwischen den Staaten. (…) Portugal erkennt das Völkerrecht auf Selbstbestimmung und Unabhängigkeit und auf Entwicklung an, genau wie das Recht … weiterlesen »

ETA unterstützt Strategiewechsel

20.01.2010 | Ingo Niebel (Junge Welt vom 19.1.2010)

Die baskische Untergrundorganisation sieht Vorreiterolle beim »organisierten Volk«

Die Untergrundorganisation Euskadi Ta Askatasuna (ETA, Baskenland und Freiheit) unterstützt die neue politische Strategie der linken Unabhängigkeitsbewegung. Das geht aus dem ETA-Kommuniqué vom 31. Dezember 2009 hervor, das die baskische Tageszeitung Gara am Sonntag veröffentlichte. Die spanischen Parteien reagierten ablehnend auf die ETA-Erklärung.

Zwei Aspekte stechen hervor. Zum einen erklärt die ETA: »Die linke Unabhängigkeitsbewegung, der Motor des Kampfes dieses Volkes, hat gesprochen, und die ETA macht deren Worte zu den ihrigen.« Ihr politisches Umfeld befindet sich in der Endphase einer seit Herbst laufenden Strategiediskussion, die zu einem Paradigmenwechsel führen könnte. Dieser sieht vor, die bisherige militärische Vorkämpferrolle der ETA beim Schaffen einer Verhandlungslösung zu beenden und durch die entsprechenden politischen Aktionen zu ersetzen. Bisher hat die Organisation zu diesem Vorhaben geschwiegen. Deshalb spekulierten die spanischen Medien über einen Bruch zwischen den »militärischen Hardlinern« und den meist inhaftierten … weiterlesen »

Hochgeschwindigkeitszug ausbremsen

14.01.2010 | Franziska Stärk (vorwärts, 8.1.2010)

Seit bald zehn Jahren wehrt sich im Baskenland ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, linken Organisationen und ökologischen Gruppen gegen den Bau eines Schienennetzes für Hochgeschwindigkeitszüge. Was auf den ersten Blick absurd scheint, hat durchaus Berechtigung. Hochgeschwindigkeitszüge sind im Vergleich zur herkömmlichen Eisenbahn eine enorm teure und investitionsintensive Technologie, an der sich einige wenige Grosskonzerne eine goldene Nase verdienen, die aber eine Unmengen staatlicher Gelder fressen.

Download des Artikels als PDF (380 kB)

Einschub: Referendum auf Spanisch In der Schweiz wurde Mitte der 1980er Jahre der Bau von Hochgeschwindigkeitsstrecken zugunsten des Bahn 2000 – Konzepts aufgegeben. Statt möglichst schneller Verbindungen zwischen grossen Städten wurde die Idee einer höheren Geschwindigkeit im Gesamtnetz mit dem entsprechenden Ausbau regionaler Linien und der Einführung des Taktfahrplans entwickelt. Dieses Umdenken erfolgte unter anderem infolge der Androhung eines Referendums aus dem Kanton Solothurn. Den BaskInnen steht die Möglichkeit eines Referendums gegen den Hochgeschwindigkeitszug hingegen nicht offen. … weiterlesen »

Bischofsernennung in Spanien stößt weiter auf Widerstand

14.01.2010 | Katholische Nachrichten (kath.net) vom 12.1.2010

Vorbemerkung Info Baskenland: wir dokumentieren im folgenden einen Artikel des österreichischen katholischen Internetmagazins kath.net. Der Artikel zeigt am Beispiel katholischer Priester, dass grosse Teile der baskischen Bevölkerung die Anerkennung ihrer Identität, ihrer Kultur und ihrer Sprache gegen einen aggressiven spanischen Zentralismus verteidigen. Für den spanischen Zentralismus kämpfen ein Bündnis aus Kirche, ökonomischen Machtzentren und Ultrarechten. Den Widerstand der Basken diffamieren diese Kreise als “baskischen Nationalismus”, ein Begriff, der meist unreflektiert von den Medien übernommen wird:

Gegen die Ernennung von Jose Ignacio Munilla zum Bischof von San Sebastian gibt es unglaublichen Widerstand innerhalb der baskischen Diözese Guipuzcoa. Rund 77 Prozent der Priester unterschrieben öffentliches Protestschreiben gegen die Ernennung

San Sebastian (kath.net/KNA)
Gegen die Ernennung von Jose Ignacio Munilla zum Bischof von San Sebastian gibt es weiter Widerstand innerhalb der baskischen Diözese Guipuzcoa. Wie spanische Medien am Dienstag berichten, legten sieben Geistliche des Priesterrats im Bistum ihre Ämter nieder. Vor … weiterlesen »

Für die politischen Gefangenen

04.01.2010 | Ingo Niebel, Bilbo (Junge Welt vom 4.1.2010)

Zehntausende Demonstranten in Bilbo

Bilbo. »Die baskischen Gefangenen nach Hause« forderten am Samstag in Bilbo (span: Bilbao) Zehntausende Menschen, darunter viele Angehörige der insgesamt 762 in Frankreich und Spanien inhaftierten Baskinnen und Basken (Foto, Raúl Bogajo, Argazki Press). Die Veranstalter zählten 44000 Teilnehmer. Aufgerufen zum Protest hatte ein breites Bündnis von Parteien und Gewerkschaften des Baskenlandes, nachdem die Madrider Justiz der Gefangenenhilforganisation Etxerat (Nach Hause) die Demonstration verboten hatte. Dieses geschah auf Antrag der rechten Nichtregierungsorganisation »Dignidad y Justicia« (Würde und Gerechtigkeit), eine Vereinigung von Opfern der Untergrundorganisation ETA (Baskenland und Freiheit). Sie hatte geklagt, weil bei der Demonstration von 40000 Menschen vor einem Jahr Fotos verurteilter ETA-Aktivisten gezeigt wurden.

Die richterliche Genehmigung für die diesjährige Manifestation erreichte die Organisatoren erst wenige Minuten vor Beginn des Protestmarsches, als sich bereits Tausende zusammengefunden hatten. Die neuen Anmelder übernahmen das Motto der verbotenen Demo und übergaben demonstrativ die Führung und … weiterlesen »

News

Portugiesische Polizei hebt Versteck aus 06.02.2010

Die portugiesische Polizei hat am Freitag ein Versteck der Eta nördlich von Lissabon gefunden. In dem Haus in der Ortschaft Óbidos hätten die Beamten 500 Kilogramm Sprengstoff, ein Dutzend Haftbomben, Zünder und gefälschte Autokennzeichen sichergestellt.

Folter und weitere Verhaftungen in Ondarroa 04.02.2010

Am Mittwoch sind zwei weitere Personen in Ondarroa wegen mutmaßlicher Mitgliedschaft in der ETA verhaftet worden. Somit wurden insgesamt neun Personen verhaftet. Alle sieben Festgenommen der vergangenen Woche haben angezeigt während der Incommunicado-Haft gefoltert worden zu sein. Drei von ihnen mussten mit Verletzungen, wie Knochenbrüchen, ins Krankenhaus eingeliefert werden.

4600 Euro Strafe für schreiben auf Baskisch 01.02.2010

Weil er das Datum in seinen Fahrtenschreiber auf Baskisch eingetragen hatte, wurde ein LKW-Fahrer von der Guardia Civil mit einer Strafe von 4601 Euro belegt. Obwohl alle Einträge ordnungsgemäß waren, wurde der Eintrag des Datums auf Baskisch als Fälschung der Daten interpretiert. Die Reihenfolge des Datums auf Baskisch ist verschieden gegenüber der spanischen Schreibweise.

Frankreich: Knastdemo für Hungerstreikenden 31.01.2010

Am 30. Januar demonstrierten in der französischen Stadt Roanne einige hundert Personen vor dem Gefängnis, in dem die baskische Gefangene Lorentxa Guimon seit dem 2. Januar im Hungerstreik ist. Lorentxa, die vor einem halben Jahr nach Roanne verbracht und wegen angeblicher ETA-Mitgliedschaft zu 17 Jahren Knast verurteilt wurde, fordert die Verlegung und Zusammenlegung zu anderen baskischen Gefangenen sowie die Wiederherstellung der Besuchserlaubnis, damit sie Kontakt mit ihren Familienangehörigen halten kann. Mit Bussen kamen zahlreiche DemonstrantInnen aus verschiedenen Teilen des Baskenlands, aufgerufen hierzu hatte das baskische Komitee für die Rechte der Gefangenen Askatasuna und die Angehörigenorganisation Etxerat.

Anwalt von Askatasuna und Sprecher von Etxerat verhaftet 29.01.2010

Die Guardia Civil und Policia Nacional haben heute den Sprecher der Gefangenhilfsorganisation Etxerat, Estanis Etxaburu, und den Anwalt von Askatasuna, Jon Enparantza, verhaftet. Beide sind wegen der Teilnahme an einer Veranstaltung 2005 für die Freilassung des mittlerweile fast 30 Jahre inhaftierten ETA Mitglieds José María Sagarduy, »Gatza«, angeklagt, den Terrorismus verherrlicht zu haben.
siehe auch
Die Gerichtsverhandlung gerät inzwischen immer mehr zur Farce, seit bekannt wurde, dass Staatsanwaltschaft und Richterin nicht einmal wissen, welche Reden auf dieser Veranstaltung gehalten wurden. Aufzeichnungen stehen in baskischer Sprache zur Verfügung. Das Gericht hatte es bisher jedoch nicht für nötig gehalten, sie ins Spanische zu übersetzen.

Zwei weitere Verhaftungen in Ondarroa 29.01.2010

Im Zusammenhang mit dem Verhaftungen am Dienstag wurden zwei weitere Personen in Ondarroa verhaftet. Zudem wurden in der Umgebung von Ondarroa angeblich drei Verstecke mit explosiven Material entdeckt. Die Verhafteten befinden sich weiter in Incommunicado-Haft.

Nachtrag vom 30.1.2010: die Verhafteten wurden dem Untersuchungsrichter des Sondergerichts Audiencia Nacional vorgeführt und dabei weiterhin incommunicado gehalten. Den Vertrauensanwälten der Angeklagten verweigerte der Richter den Zugang zum Gerichtssaal. Begründung: sie hätten hier nichts zu suchen.

Fünf Verhaftungen in Ondarroa, Deba und Mutriku 26.01.2010

Die Ertzaintza hat in der Nacht zum Dienstag fünf Personen festgenommen. Sie werden verdächtigt, ein “legales” Kommando der ETA gebildet zu haben und an einem Anschlag auf eine Polizeiwache in Ondarroa im September 2008 beteiligt gewesen zu sein.
Acht Wohnungen und Lokale wurden bei dem Einsatz in Ondarroa, Deba und Mutriku durchsucht.

Nach Verhaftung ins Krankenhaus 21.01.2010

Nur wenige Stunden nach seiner Verhaftung am Dienstag in Bilbao musste ein 29-Jähriger ins Krankenhaus eingeliefert werden. Mittlerweile befindet er sich wieder auf freien Fuß. Sein Anwalt berichtete über Schläge während und nach der Verhaftung. Einem weiterem Jugendlichen wurde bei der Verhaftung eine Hand gebrochen, auch ein Kellner erhielt Schläge von den Beamten. Obwohl die Verhaftung in der Altstadt von Bilbao stattfand, soll sie laut Angaben der Polizei mit Ausschreitungen im Stadtteil Santutxu zusammenhängen. Dort hatten Unbekannte in mehreren Straßen mit Müllcontainern Barrikaden errichtet, dabei gingen 17 Container in Flammen auf.

Verhaftung in Lizartza 08.01.2010

Die Guardia Civil hat in Lizartza Pedro María Olano Zabala wegen Unterstützung der ETA verhaftet. Zwei Wohnungen wurden dabei durchsucht. Olano war bereits zu zwei Jahren Gefängnis wegen angeblicher Bedrohung von Regina Otaola verurteilt worden. Otaola, die der rechten PP angehört, hatte sich nach den letzten Kommunalwahlen mit nur 27 Stimmen das Bürgermeisteramt des Ortes erschlichen, nachdem die linke Mehrheit illegalisiert worden war.
Siehe auch

Vier Verhaftungen in Frankreich und Portugal 11.01.2010

Vier mutmassliche Mitglieder der ETA sind am Wochenende in Frankreich und Portugal festgenommen worden.
Nach Angaben der span. Polizei erregte in der Nähe der portugisischen Grenze ein Van mit französische Kennzeichen die Aufmerksamkeit der Beamten. Nach wiedersprüchlichen Meldungen stahlen bei der Kontrolle die Verdächtigen den Streifenwagen der Guardia Civil und flohen damit über die Grenze nach Portugal. Dort wurde sie schliesslich von der portugisischen Polizei festgenommen. In dem Van wurden zehn Kilogramm Sprengstoff und drei Schusswaffen sichergestellt.
Zwei weitere Personen wurden in Frankreich nahe Stadt Clermont-Ferrand verhaftet. Sie sollen auf dem Weg zu einem geheimen Waffenlager gewesen sein.

Abendessen verboten 05.01.2010

Untersuchungsrichter Grande-Marlaska hat ein für heute geplantes öffentliche Abendessen in Leitza verboten. Bei dem Essen handle es sich “um eine klare Ehrung aller Gefangenen der terroristischen Organisation ETA”, so der Richter. Das Essen sollte unter dem Motto “Die illegalisierte Freiheit” stattfinden.

25 Verletzte bei Polizeieinsatz gegen Streikende 04.01.2010

Bei einem Polizeieinsatz gegen Streikende in Iruña-Pamplona sind am Sonntag 25 Personen verletzt worden. Mehr als 600 Menschen hatten zuvor an einem Kaufhaus gegen die Ladenöffnung an Sonn- und Feiertagen protestiert. Die Polizei trieb mit Gummigeschossen die Menge auseinander. Zum Streik hatten die Gewerkschaften ELA, LAB, UGT y CCOO aufgerufen.

Zehntausende gegen Demonstrationsverbot 03.01.2010

Zehntausende Menschen haben in Bilbao gegen das Demonstrationsverbot der Gefangenenhilfsorganisation Etxerat und für die Verlegung der politischen Gefangen ins Baskenland demonstriert. Obwohl nach dem Gesetz Gefangene in der Nähe ihres Heimatortes die Haft verbüßen müssen, sind gerade mal 15 baskische Gefangene im Baskenland inhaftiert. Viele der 762 politischen Gefangenen sind zum Teil auf Gefängnisse mehr als 1000 km vom Baskenland entfernt verteilt.

Welle der Solidarität gegen Demonstrationsverbot 31.12.2009

Ein Bündnis verschiedener baskischer Organisationen hat für Samstag zu einer Protestdemonstration gegen das Verbot der Demonstration von Etxerat aufgerufen. Die Gewerkschaft LAB unterstützt den Aufruf. Die Veranstalter erwarten eine gigantische Welle der Solidarität gegen die kriminelle Gefangenenpolitik und gegen die Kriminalisierung von Protesten. Motto: “Für die Rechte, die ihnen zustehen. Baskische Gefangene ins Baskenland”

Demonstrationen verboten 31.12.2009

Die für den 2. Januar 2010 in Bilbao geplante Demonstration von Etxerat für die mittlerweile 762 politischen Gefangenen ist von der Audiencia Nacional verboten worden.
Ebenfalls verboten wurde die heute stattfindende Demonstration für den EX-Gefangenen Patxi Gómez in Ortuella. Patxi Gómez wurde 1989 zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt und im April 2009 aus der Haft entlassen. Nach einem erneuten Gerichtsurteil vom November 2009 sind die damals verhängten 20 Jahre jedoch nicht mehr “zeitgemäß”. Angemessen erscheinen heute dem Gericht eher 30 Jahre. Gómez muss nun für 10 weitere Jahre ins Gefängnis.

Javier Urra und Maribel Larrión aus Bañarain an Amnesty International in Nafarroa: danke für nichts! 30.12.2009

Vor einigen Monaten hatten wir ein Treffen mit einem Zuständigen für ai in Nafarroa (span.: Navarra), um ihm zu erklären, dass die Polizei eine schwarze Liste habe, auf der über 20 Jugendliche stehen, darunter auch unsere Tochter. Wir erklärten auch, dass die Jugendlichen sich um einen Termin bei einem Richter bemüht hatten, der sich jedoch weigerte, sie anzuhören. Wir sprachen über die drohende Gefahr, verhaftet zu werden, in Incommunicado-Haft gefoltert zu werden und als Gefangene zu enden.

Vor einigen Tagen (am 24. November 2009) kam die spanische Nationalpolizei mitten in der Nacht, verhaftete unsere Tochter, hielt sie in Incommunicado-Haft, folterte sie und überführte sie in ein Gefängnis, das sich 500 km entfernt von unserem Wohnort befindet.

Deshalb: danke für nichts!

(GARA, 26.12.2009, in spanischer Sprache)



Bilder der Verhaftungen aus dem Diario de Navarra

Video aktuell



04.02.10 Die Einwohner von Ondarroa protestieren mit Topfdeckeln gegen die Verhaftungen der letzten Woche. Eine Demonstration war zuvor verboten worden.

Foto aktuell

7.02.10 Anlässlich des Treffens der Minister für Industrie und Innovation der EU-Mitgliedstaaten haben in Donostia 2000 Menschen unter dem Motto “Gegen ein Europa des Kapitals” demonstriert.

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