Folter als Anwort auf Waffenruhe? 18.09.2010

Die neun am 14. September verhafteten baskischen politischen Aktivistinnen und Aktivisten haben dem Untersuchungsrichter des spanischen Sondergerichts Audiencia Nacional brutale Folter während der 4-tägigen Verhöre (in Incommunicado-Haft) durch die spanische Guardia Civil angezeigt. Erzwungene Erstickungsanfälle, Schläge, Drohungen und Nacktheit waren die Methoden. Der Richter ignorierte die Anzeige und ordnete Gefängnis für alle neun Aktivisten an. Die Verhaftungen werden als Angriff auf den Versuch gesehen, den Konflikt demokratisch und friedlich zu lösen. Sie sind eine zynische Antwort auf ETA's Ankündigung einer Waffenruhe am 5. September.
Siehe auch den Bericht von amnesty international zu Incommunicado Haft und Folter (Sept. 2009): Aus dem Dunkeln ans Licht – höchste Zeit, Incommunicado-Haft zu beenden

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