Angehörige befürchten Folter an 9 Verhafteten 16.09.2010

In einer Pressekonferenz äußerten Angehörige ihre Befürchtung, dass die kürzlich in einer groß angelegten Polizei- und Geheimdienstaktion verhafteten 9 BaskInnen in der Isolationshaft gefoltert werden könnten. Nach Verhaftungen, die durch den Richter des Madrider Sondergerichtshofs Fernando Grande-Marlaska angeordnet werden, sei es bereits in der Vergangenheit zu zahlreichen Folterungen in der Incommunicado-Haft gekommen. FreundInnen und Angehörige sowie Mitglieder der baskischen Antifolter Organisation TAT riefen die Öffentlichkeit zu Protest auf, um unter anderem mögliche Folterversuche zu verhindern und um umgehinderten Zugang von AnwältInnen zu gewährleisten. Unter den Festgenommen, denen die Mitgliedschaft in EKIN als angebliche “Vorfeldorganisation” von ETA vorgeworfen wird, sind unter anderem LehrerInnen baskischer Sprachschulen und VertreterInnen der feministischen Bewegung. Laut Meldungen konservativer Presse war nach Anordnungen des besagten Richters eine umfangreiche Geheimdienstaktion vorangegangen. So seien bereits seit einem angeblichen Wieder-Gründungstreffen von EKIN im Winter 2009 Agenten des spanischen Geheimdiensts wie auch der spanischen Polizei in den Versammlungen anwesend gewesen, über 50 Treffen hinweg seien die jetzt Festgenommenen überwacht worden. Politiker der baskischen Linken bezeichneten die Festnahme-Aktion als einen Sabotageversuch der neuen politischen Phase, die sich derzeit eröffne.

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