Seit fast einem Jahr, seit Oktober 2009, hält das spanische Sondergericht “Audiencia Nacional” Arnaldo Otegi, einen der führenden Politiker der baskischen linken Unabhängigkeitsbewegung in sogenannter provisorischer Haft. Grund hierfür sind die Bemühungen Otegis für eine politische Lösung des spanisch-baskischen Konflikts und die unilaterale Friedensinitiative der baskischen Linken.
Ein Brief, der die Situation und den unilateralen Vorstoss der baskischen Linken für eine friedliche Konfliktlösung erläutert, wurde vor den 600 Delegierten des Forums Ende August 2010 in Sao Paulo verlesen. Die Delegierten verteten 54 Organisationen aus 33 lateinamerikanischen Ländern. Viele der anwesenden Parteien, darunter die brasilianische PT von Lula Da Silva, die FMLN, die Frente Sandinista, die Partido Comunista de Cuba, die Frente Amplio aus Uruguay, die mexikanische PRD, sowie die PSU aus Venezuela, fordern in einem Brief an den spanischen Präsidenten die Freilassung Arnaldo Otegis. Seine Inhaftierung entziehe dem Baskenland “in diesem für das Land bedeutenden Moment eine seiner wichtigen Führungspersönlichkeiten, der viel zu dem historischen Prozess (der Lösung des Konfliktes)” beitragen kann.
Zur Konfliktlösungsinitiative der baskischen Linken und der Forderung nach der Freilassung Arnaldo Otegis siehe auch:
Internationale Beiträge zur Friedensinitiative im Baskenland (27. Juli 2010)
Gerry Adams fordert die Freilassung von Arnaldo Otegi (18. Juli 2010)
Foto: Arnaldo Otegi bei einem Journalistengespräch, das die baskische Zeitung GARA im Januar 2009 mit drei JournalistInnen aus Italien, Mexiko und dem Baskenland veranstaltete.

