Das ETA-Mitglied Jon Anza war am 18. April 2009 auf dem Weg zu einem Treffen in Toulouse spurlos verschwunden. Seine Leiche wurde am 11. März 2010 tot in einem Toulouser Leichenschauhaus entdeckt. Nun hat die französische Staatsanwaltschaft erklärt, dass sie die Untersuchungen einstellen wolle, weil eine “natürliche Todesursache” vermutet wird. Die Anwältin der Familie Maritxu Paulus-Basurco erklärt, dass in den vergangenen drei Jahren keine einzige der vielen ungereimten Begleitumstände des Todes aufgeklärt wurden. Die Familie habe nicht einmal ein Minimum an Information erhalten und glaube nicht an einen natürlichen Tod. Die Anwältin fragt sich beispielsweise, wie der Leichnam von Jon Anza zehn lange Monate lang unidentifiziert im Leichenschauhaus liegen konnte, obwohl draussen intensiv nach ihm gesucht wurde.

Siehe hierzu auch der Bericht von Ingo Niebel in der Jungen Welt vom 17.3.2010: “Viele Beamte und ein Todesfall” weiterlesen >>