80. Jahrestag der Bombardierung von Gernika

26.04.2017. | Potsdam - Babelsberg | Veranstaltung

Ort: Nowawes - Großbeerenstr. 5 | Uhrzeit: 19.00 Uhr

80. Jahrestag der Bombardierung von Gernika – Die Döberitzer Heide bei Potsdam als Militärstandort der verschiedenen Epochen und Aufstellungsort der Legion Condor

Am 26.04.2017 findet der 80. Jahrestag der Bombardierung der baskischen Stadt Gernika durch die deutsche Luftwaffe statt. Die faschistische Wehrmacht unterstützte die spanischen Putschisten unter Franco im spanischen Bürgerkrieg und stellte nicht nur die Logistik zur Verfügung, sondern nutzte den Krieg zur Erprobung von Menschen und Material im Zuge des bevorstehenden Zweiten Weltkrieges.
Auch Luftangriffe auf die Zivilbevölkerung wurden erprobt. So führte die sogenannte „Legion Condor“ die erste Flächenbombardierungen ziviler Städte durch. Am 31. März 1937 der erste Luftangriff in der Geschichte der Menschheit auf die baskische Stadt Durango einer Stadt ohne Verteidigung und ohne militärischer Bedeutung. Städte wie Eibar und Elgoibar folgten. Am 26. April dann der Angriff auf die heilige Stadt der Basken, Gernika. Über dreieinhalb Stunden lang griffen Bomber und Jagdflugzeuge die Stadt an, deren Zerstörung für weltweites Entsetzen sorgte und Picasso in seinem bekannten Gemälde verarbeitete.
Der baskische Name Gernika gehört seitdem zu den Sinnbildern des modernen Krieges
Aufgestellt wurde die Legion Condor im Jahr 1936 auf dem Flugplatz Döberitz nördlich von Potsdam. Dieses Areal ist geprägt durch seine jahrzehntelange militärische Nutzung. Frau Andrea Johlige, Landtagsabgeordnete der Partei DIE LINKE und Kennerin des Militärstandortes Dallgow-Döberitz, berichtet über die Geschichte des Ortes in den verschiedenen Epochen.
Zuvor schauen wir den kurzen Dokumentarfilm „Legion Condor – Vergangenheit und Gegenwart eines Kriegsverbrechens“. Einleitende Worte gibt es von Christian Raschke, Mitglied in der VVN-BdA und im Verein Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik.