News
Der Direktor der baskischen Zeitung Berria (und ehemalige Direktor der Zeitung Euskaldunon Egunkaria) Martxelo Otamendi darf nicht in die USA einreisen, um am Festival von Boise (Idaho) teilzunehmen, weil “sein spezielles Profil” das verbietet. Otamendi war im April in Spanien vom Vorwurf des Terrorismus freigesprochen worden. Das Verbot der Zeitung Egunkaria wurde für unrechtmässig erklärt. Siehe: Egunkaria Verbot unrechtmässig – Freispruch für die fünf baskischen Journalisten
Die Facebookseite “Arnaldo Otegi”, die die Freilassung des seit Oktobers “provisorisch” inhaftierten Politikers der abertzalen Linken fordert, wurde von Facebook ohne Begründung gelöscht. Die Seite hatte 4600 Unterstützer- und Unterstützerinnen. Die neue Seite “Free Arnaldo Otegi” findet man unter: Facebookseite: Free Arnaldo Otegi >>
Heute begann in Madrid vor dem spanischen Sondergericht Audiencia Nacional ein neuer Massenprozess. 22 Personen stehen wegen ihrer Aktivitäten für UDALBILTZA vor Gericht. UDALBILTZA ist die Versammlung gewählter Representanten baskischer Städte und Gemeinden. Sie wurde 1999 von fast 2000 Representanten baskischer Städte und Gemeinden gegründet, die aus allen sieben baskischen Provinzen kamen, egal ob unter spanischer oder französischer Verwaltung. UDALBILTZA hat als Ziel, die nationale Identität des Baskenlandes zu bewahren und auszubauen. Wie in anderen Massenprozessen lautet die Anklage, dass diese Aktivitäten – diesmal sind sie kommunalpolitischer Art – von ETA gesteuert seien. Beweise gibt es keine, genausowenig werden auch nur einem der Angeklagten irgendwelche individuelle Straftaten vorgeworfen. Dafür fordern die Ankläger absurde Haftstrafen zwischen 5-15 Jahren für die Angeklagten. Siehe auch: Webseite von UDALBILTZA mit Information in spanischer und englischer Sprache, sowie in Kürze nähere Informationen hier auf Info Baskenland.
In Zornotza, der Heimatort von Jose Mari Sagardui, haben gestern mehr als 1000 Menschen für die Freilassung des am längsten inhaftierten politischen Gefangenen Europas demonstriert. Der 52- jährige Sagardui sitzt seit 30 Jahren im Gefängnis.
Ginge es nach normalem spanischem Recht, müsste Sagardui seit 2005 wieder in Freiheit sein, doch die nachträgliche Strafverlängerung, die als Parrot-Doktrin bekannt wurde, ermöglicht dem Spanischen Staat die Inhaftierung der politischen Gefangenen auf 40 Jahre willkürlich zu verlängern .
Siehe auch
Der Baske Fermín Vila wurde am Donnerstag abend von der nordirischen Polizei verhaftet, als er das Lokal in Belfast verlies, in dem er arbeitet. Die spanischen Behörden haben einen Haftbefehl wegen angeblicher ETA-Mitgliedschaft und Beteiligung an Anschlägen im Jahr 2001 erlassen. Laut BBC erfolgte die Verhaftung als gemeinsame Aktion von PSNI und Guardia Civil.
Die Ertzaintza entfernte gestern in Azkoizia Gedenktafeln für die Opfer des “schmutzigen” Krieges im Baskenland. Die Tafeln waren für die linken Aktivisten Ramón Oñederra , Jabier Larrañaga und Jose Luis Salegi angebracht. Larrañaga wurde 1979 in Hendaia mit Maschinengewehren erschossen, Oñederra war 1983 das erste Opfer der Todesschwadronen der GAL und die Leiche von Salegi wurde 1997 in Mexiko gefunden. Die Abertzale Linke merkte in einer Stellungnahme an, dass es wohl kein Zufall sei, dass die PSOE jetzt das Gedenken verbieten wolle. Sie war es schliesslich, die in den 80er Jahren die GAL gegründet hatte.
Tausende Menschen haben in Donostia ihre Solidarität mit den Angeklagten der Jugendorganisation SEGI bekundet. Am Ende des Monats beginnt vor der Audiencia Nacional der Prozeß gegen 18 Jugendliche. Ihnen wird vorgeworfen Teil einer terroristischen Vereinigung zu sein.
Mehrere tausend Menschen haben in Bilbao bei strömenden Regen gegen den Bau des Schienennetzes für Hochgeschwindigkeitszüge demonstriert. Am Anfang der Demonstration war in großen Buchstaben die Zahl 4790 zu lesen.
Die Summe, die jeder Bürger von Araba, Bizkaia und Gipuzkoa mit seinen Steuern für den Bau des Schienennetzes aufbringen muss. weitere Inormationen
Foto aktuell

31.07.2010 – Trotz der Einschüchterungs-versuche und Kontrollen durch die Ertzaintza haben an den Stassen des Baskenlandes zahlreiche Menschen für die Rechte der politischen Gefangenen demonstriert.
Foto aktuell

19.07.10 Mehrere zehntausend Menschen haben am vergangenen Samstag in Bilbao gegen den neuen Massenprozess gegen die Representanten baskischer Städte und Gemeinden demonstriert.
Foto aktuell

Über 10.000 Menschen demonstrierten am Samstag den 11. Juli 2010 im baskischen Donostia ihre Solidarität mit den Katalanen und forderten die Anerkennung der Katalanen und der Basken als Nation.
Video aktuell
29.06.10: Generalstreik im Baskenland – die baskische Polizei Ertzaintza geht aggressiv und brutal gegen Streikposten vor.
28.06.10 “Die baskische Gestapo provoziert und die Gewalttätigen antworten” – unter diesem Titel ist bei Youtube ein Video zu sehen, das die baskische Polizei Ertzaintza zeigt, wie sie ein Volksessen filmt, martialisch bewaffnet. Solcherart Provokationen sind in Euskal Herria seit der spanischen Regierungsübernahme durch PPSOE an der Tagesordnung, auf diese Art soll ein Konflikt beigelegt werden. Die Reaktion der beim terroristischen Essen Heimgesuchten ist unerschütterlich. Quelle: www.baskinfo.blogspot.com/



